Montag, 16. November 2015

Ein neues Wohnzimmer - endlich!

Seit gestern bin ich endlich fertig mit meinem Wohnzimmer. Das Renovieren hat doch tatsächlich eine Woche gedauert. Am schwierigsten war es, die alte Tapete von der Wand zu bekommen, eine richtige Geduldsaufgabe, denn der Vormieter hat keine Grundierung verwendet.
Ich bin froh, dass es nur eine Wand war, denn bei allen vier Wänden hätte es wahrscheinlich länger gedauert, da ich auch immer erst nach der Arbeit weitermachen konnte.
Aber es ist jetzt richtig schön und gemütlich geworden.


Die beiden großen Regale habe ich auch weiß lackiert und nun passen sie herrlich zu den anderen Regalen. Jetzt muss ich mir nur noch einige schöne Bilderrahmen und hübsche Bilder suchen und dann wird über den Regalen eine schöne Bilderwand angebracht.


Das alte Sofa haben wir dann noch mit Decken bezogen, damit man die Spuren meiner Subentiger nicht gleich sieht. Trotz Kratzbaum und Kratzrolle wetzt mein lieber Monsieur Cruchot (der Hübsche auf dem Fensterbrett) gern seine Krallen im Polster der Couch...


Diese Wandgestaltung sieht doch toll aus, oder? Mir gefällt es. Die Rückwände der beiden großen Regale habe ich gleich mit tapeziert. Sieht man nicht gleich auf dem ersten Blick, aber egal. Ich sehe es und finde es toll.



Meine große Monstera steht nun etwas höher auch als Schutz vor dem Kater, der auch hier gern seine Krallen schärft, vor allem aber hat sie jetzt viel Platz und kann gern noch größer werden. Der kleinen Medi gefällt es auch, wie es scheint.

Leider bin ich in der vergangenen Woche überhaupt nicht zum Lesen gekommen, was sehr schade ist. Aber das wird jetzt alles nachgeholt, denn ich will ja wissen wie es weiter geht mit Miss Lumley und ihren Schützlingen in Brighton.

Sonntag, 8. November 2015

Neugestaltung meines Wohnzimmers

Letzte Woche habe ich mir einen großen Eimer weißer Farbe besorgt, denn es passiert endlich - mein Wohnzimmer bekommt eine neue Wandgestaltung.
Seit Monaten möchte ich mein Wohnzimmer neu streichen und tapezieren, aber zuerst galt es über die richtige Farbe nachzudenken. Anfangs wollte ich alle vier Wände in ein schönes Schokobraun streichen, aber alle rieten mir davon ab. Es wäre sicher schön geworden, denn die Möbel sind weiß und somit ein schöner Kontrast zum Braun. Dann dachte ich eben nur 3 Wände in Braun oder Dunkelgrün, aber auch hier wollte niemand diesen Gedanken unterstützen. Schlussendlich habe ich mich für eine schöne Mustertapete von P+S International entschieden, welche an einer Wand angebracht wird und die übrigen drei Wände werden dann weiß gestrichen.
Hier ein Bild von der Tapete:

Jetzt wird das Zimmer doch recht hell, aber bestimmt auch schön ... hoffe ich!
Deswegen habe ich heute schon einmal angefangen meine Bücher aus dem Zimmer zu räumen. Das war gar nicht so leicht, denn ich musste sehen, wo ich alle unterbringen kann. Im Flur war noch Platz, somit konnte ich die kleineren Regale da aufstellen und die Bücher auch da wieder rein. 


Ganz schön leer jetzt im Wohnzimmer geworden, auch hallt es jetzt in dem Raum.
Aber es ist ja nicht für lange, ich hoffe, dass es bis zum Wochenende alles fertig ist und ich wieder alle Regale und Bücher an ihre Plätze stellen kann. Die beiden großen Regale und das Schränkchen, worauf der Fernseher steht, werden übrigens noch weiß gestrichen, dann passt alles schön zusammen
Sobald alles fertig ist, werde ich hier wieder berichten.

Einen schönen Sonntag Euch und bis bald!



Sonntag, 1. November 2015

Elisabeth Steinkellner - Rabensommer


Autor: Elisabeth Steinkellner
Ausgabe: Taschenbuch
ISBN: 978-3-407-81200-1
Preis: 12,95 €
Bewertung: 5/5

Inhalt:
Es ist der letzte gemeinsame Sommer für die vier Freunde Juli, Ronja, Niels und August. Sie sind beste Freunde und all die Jahre haben sie alles zusammen gemacht. Ein Jahr zuvor sind sie alle durch Europa gezogen und da kamen sich Juli und Niels näher. Sie kommen als Paar wieder nach Hause. Aber der letzte Sommer gemeinsam, nach der Matura (dem Abitur) ändert alles und nichts ist mehr wie es einst war. Jeder der Vier muss jetzt selbst und nur für sich entscheiden, wie es weiter geht ohne die anderen. Sie waren wie junge Raben - immer zusammen - doch nun sind sie erwachsen...

Autorin:
Elisabeth Steinkellner wurde 1981 geboren und wuchs im südlichen Niederösterreich auf. Lange Zeit wünschte sie sich nichts sehnlicher, als Zirkusartistin zu werden. Als sie zwölf war, und ihre Eltern immer noch keine Anstalten machten, sie endlich in einer Kompanie unterzubringen, änderte sie ihre Pläne und wollte fortan Schriftstellerin werden. Oder Meeresbiologin. Oder Schaufensterdekorateurin. Nach der Matura kam es anders: Sie machte eine Ausbildung zur Sozialpädagogin und absolvierte ein sozialwissenschaftliches Studium. In der Zwischenzeit entdeckte sie die Faszination des Zirkus von Neuem, schwamm in verschiedenen Meeren und dekorierte statt Schaufenstern ihre häufig wechselnden Wohnungen.
Nur die Lust am Schreiben will sich in nichts anderes verwandeln lassen und begleitet sie bis heute – zieht immer wieder an ihrem Rockzipfel, schlüpft mitunter nachts unter ihre Decke und hätte am liebsten ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus der Sicht von Juli erzählt und ist unterteilt in zwei Teile. Im ersten Teil sind sie alle noch zusammen- Sie sind glücklich, schauen auf die sich bewegenden Lichter ihres Heimatortes runter und genießen das Zusammensein. Keiner weiß was die Zukunft bringt. Werden sie trotz unterschiedlicher Wege Freunde bleiben?
Juli will studieren in der Großstadt, Niels muss das letzte Jahr wiederholen, seine Noten ließen einen Abschluss nicht zu, Ronja will Filmemacherin werden, doch vorerst geht sie nach London als Au pair und August - er hat noch keine Pläne.
Im zweiten Teil ist plötzlich alles anders. Die Vier sind von einander getrennt. Niels macht mit Juli Schluss. Sie fällt in ein tiefes Loch und plötzlich ist das Erwachsensein nicht mehr so verlockend, wie es zu Anfang schien - sie fühlt sich allein. Ronja geht nach London und auch August ist verschwunden, keiner weiß wohin. Niels meldet sich nicht, bei keinem seiner Freunde.
Die gut 200 Seiten des Buches sind schnell gelesen, dass aber nicht nur des Schreibstils wegen, welcher einfach und flüssig zu lesen ist. Die Autorin hat sich der Sprache heutiger Jugendlicher bedient, unkompliziert und ohne Schnörkel - klipp und klar. Die Kapitel sind ebenfalls nicht lang, im zweiten Teil sogar nur einzelne Wörter, ein Satz oder kurzer Abschnitt, was den Lesefluss aber keinesfalls behinderte. Selbst die Einkaufslisten Julis konnten eine Menge über sie aussagen.
Das Buch beschreibt das Gefühlschaos des Erwachsenwerdens mit all seinen guten und schlechten Seiten. Wie sich von jetzt auf gleich alles verändert und was diese Veränderungen bewirken können. Die Autorin beschreibt in den wenigen Seiten direkt und offen, wie das richtige Leben ist. Es ist recht schwer hier die richtigen Worte zu finden, denn das Gelesene bleibt im Kopf und veranlasst einen zum Nachdenken.
Jeder muss schlussendlich einmal erwachsen werden, sein Leben selbst in die Hand nehmen, Entscheidungen treffen und mit den dadurch entstehenden Konsequenzen leben. Dieses authentische Buch erzählt nur einen kleinen Teil - den Anfang! Das Leben ist voll von Emotionen und jeder nimmt Ereignisse anders auf. So auch Juli, als Niels mit ihr Schluss machte. Ihre Gefühle mag für manche übertrieben sein, da sie selbst Zweifel hatte, ob Niels ihre große Liebe ist oder nicht. Hier kommt aber noch hinzu, dass sie nicht nur ein Liebespaar waren, sondern auch beste Freunde. Diese Freundschaft ist nun durch das Schlussmachen auch vorbei. Ich kann ihre Gefühle nachvollziehen und litt mit ihr unter der Trennung. Für jeden verändert sich das Leben, wenn man erwachsen wird und das ist ja auch ganz normal. Man will selbst über sein Leben bestimmen, aber trotzdem soll Gewohntes so bleiben wie es ist/war. Es ist schwer was Neues anzufangen und das Altes hinter sich zu lassen, aber das gehört zum Leben und diese 200 Seiten zeigen es sehr deutlich.

Mein Fazit ist, dass dieses Buch den "Hans-im-Glück-Preis" sehr wohl verdient hat. Es schildert ehrlich, realitätsnah und offen das Erwachsenwerden, was Freundschaft bedeutet, und dass das Leben ohne Veränderungen nicht möglich ist. Eine absolute Leseempfehlung und ein Lesehighlight für mich in diesem Jahr.

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Verlagsgruppe Beltz für dieses Rezensionsexemplar!