Sonntag, 30. September 2012

Xinran - Die namenlosen Töchter

Verlag: Droemer Knaur
Autor: Xinran
Ausgabe: Taschenbuch
ISBN: 978-3-426-63838-5
Preis: 8,95
Bewertung: 4/5

Klappentext:
Wo Mädchen nicht einmal einen Namen wert sind.

Sechs Mädchen und kein einziger Sohn – Li, der unglückliche Vater, schämt sich vor der Dorfgemeinschaft. So sehr, dass er ihnen nicht einmal Namen gibt und sie einfach durchnummeriert. Doch Sanniu, das „Dritte Mädchen“, will beweisen, dass sie mehr wert ist, und flieht in die Stadt.

Autorin:
Xinran, 1958 in Beijing geboren, arbeitete jahrelang als Radiojournalistin. Ihre Sendung „Words on the Night Breeze“ war in ganz China bekannt und berühmt. Auf der Grundlage der Sendung entstand ihr erstes Buch Verborgene Stimmen, Chinesische Frauen erzählen ihr Schicksal. Der Titel war international ein großer Erfolg. 2005 erschien der ebenfalls erfolgreiche Roman Himmelsbegräbnis. Die namenlosen Töchter ist ihr zweiter Roman. 1997 verließ sie China und lebt seither mit ihrem Sohn und ihrem Ehemann in England.

Meine Meinung:
Irgendwie hatte ich etwas ganz anderes erwartet von dem Buch. Ich dachte hier werden tragische Schicksale von Mädchen geschildert. Aber dem war nicht so. Es geht um drei Schwestern, die ihr Glück in der Stadt Nanjing suchen, dass sie zu Hause in ihrem Dorf nicht bekommen werden. Ihr Vater ist das Gespött des Dorfes, weil er nur sechs Töchter und keinen einzigen Sohn hat. „Drei“, die dritte Tochter wagt den ersten Schritt, weil sie sich ein Leben mit einem für sie ausgesuchten Mann nicht ertragen will und sie will auch ihren Vater beweisen, dass sie mehr wert ist. Sie fährt mit ihrem Onkel Zwei nach Nanjing. In dieser Stadt gibt es eine alte Weide, unter der sich alle möglichen Menschen aus verschiedenen Ecken Chinas treffen um eine Arbeit zu finden. Und auch Drei sucht unter dieser alten Weide und findet ihre erste Anstellung in dem Restaurant „Der glückliche Narr“. Alle sind sehr freundlich und nett zu ihr, aber sie gewöhnt sich nur langsam an das fremde Stadtleben, in dem vieles nicht so ist wie zu Hause. Zwei Jahre später folgen der großen Schwester „Fünf“ und „Sechs“. Fünf gilt in ihrer Familie als dumm und hässlich, Sechs, die einzige, die die Schule beenden durfte, beide finden durch Dreis Hilfe ebenfalls unter der alten Weide eine Arbeit. Auch Sechs wird freundlich aufgenommen und bekommt eine Anstellung im „Das Teehaus des Buchverkosters“. Fünf arbeitet im Wasserkulturcentrum „Drache“. Das Stadtleben verwirrt und verunsichert die drei Mädchen auch weiterhin, aber ihnen gefällt was sie tun, denn sie fühlen sich gebraucht und erwünscht.

Fazit:
Der Leser erfährt einiges vom Leben der Chinesinnen und Chinesen auf dem Land sowie in der Stadt. Es ist zwar ein Land und ein Volk, aber die Unterschiede könnten nicht gravierender sein. Auf dem Land, wo keine Ein-Kind-Regel zu sein scheint, werden die Mädchen „Essstäbchen“ genannt und die Jungen „Dachbalken“. Ein Mann gilt dort als starker Versorger, der das Dach der Familie bildet, aber eine Frau wird als ein zerbrechliches Arbeitsgerät angesehen, das man benutzt und irgendwann wegwirft. Aber dieses Buch zeigt, dass mehr in einem Mädchen steckt und keinesfalls immer zerbrechlich ist, wie ihre Väter es behaupten und vermuten.


Mittwoch, 26. September 2012

Mein erster Award

Ich habe meinen aller ersten Award von Zauberberggast bekommen. Vielen lieben Dank!!!!!



Die Regeln für die Annahme und Weitergabe des Awards lauten wie folgt:

- Postet den Award auf eurem Blog
- Verlinkt den Nominator als kleines Dankeschön
- Gebt ihn an 5 Blogger weiter
- Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
- Schreibe diese Regeln auch auf deinem Blog.

Gerne gebe ich den Award an folgende Blogs weiter:


Sonntag, 23. September 2012

Ein spaßiger Sonntag

Heute hat meine Mutsch Geburtstag und wie jedes Jahr war die halbe Verwandtschaft deswegen zu Besuch. Es gab lecker selbst gebackenen Kuchen und auch das Abendessen, welches diesmal aus Käse- und Wurstplatten bestand, war sehr lecker. Was mich überraschte war, dass meine Cousine Dana mit iher Tochter da war. Sie war soweit ich weiß noch nie bei uns, und dann auch noch so anders. Ich habe sie immer als sehr ruhigen und verschlossenen Menschen gesehen, die auch so gut wie nie lächelte. Aber heute ... wie ausgewechselt! Finde ich aber gut.
Seit einigen Jahren spielt unsere Familie ein Spiel, welches aus einem Würfel und vielen, sehr vielen Paketen besteht. Nur wir Frauen spielen es und jede bringt ein bis vier schön verpackte Päckchen mit. Die werden dann auf einen Tisch ausgebreitet und dann beginnt das Spiel. Der Würfel geht der Reihe nach rum und immer wenn jemand eine sechs gewürfelt hat, darf sich ein Päckchen vom Tisch nehmen. Es wird so lange gewürfelt bis alle Pakete verteilt sind. Heute hatte ich mal richtig Glück und ergatterte mir gleich acht Päckchen. Ich selbst habe nur zwei mitgebracht, für mehr hat es nicht mehr gereicht, aber dafür waren schöne Sachen drin.
Also hier meine Beute:
Ich finde gar nicht mal so schlecht, vor allem das Duschbad, das geht mir nämlich gerade aus. Den Rotkäppchen Sekt (alkoholfrei) habe ich heute noch zusammen mit meiner Schwester getrunken und die Käsefüße gibt es auch nicht mehr *hihi*.
Für dieses Jahr war's das mit den Geburtstagen und den Familienzusammenkünften, jedenfalls für mich.

Dann habe ich heute einen kleinen braunen Frosch im heimischen Garten gesehen und habe auch gleich ein Foto gemacht. Und weil man den Frosch auf dem Rindenmulch nicht so gut erkennen kann, habe ich ihn markiert.
Ich hoffe nur, dass Herr Mietz den kleinen Kerl nicht entdeckt!

Sonntag, 16. September 2012

Einfach zu wenig Zeit

Gerade habe ich meine Lesestatistik 2012 auf den aktuellsten Stand gebracht und musste geschockt feststellen, dass ich von meinen bisherigen Neuzugängen, es sind 38 Bücher, NUR 10 gelesen habe. Kein Wunder, dass mein SUB nicht wirklich weniger wird.
Außerdem habe ich mir für diesen Monat vorgenommen mindestens vier Bücher zu lesen, aber auch das scheint nicht machbar zu sein. Ich habe einfach zu wenig Zeit! Wo ist sie hin, die Zeit, die ich doch sonst immer hatte?
Die vier besagten Bücher haben insgesamt 1.619 Seiten und dieser Monat hat nur noch 14 Tage. Nach meinen Berechnungen müsste ich abzüglich der gelesenen Seiten meines aktuellen Buches ca. 110 Seiten am Tag lesen. Jetzt würden sicher einige sagen, dass das doch möglich ist und eigentlich ja auch nicht viele Seiten sind. Nun ja, ich bin eher ein Langsamleser, ich schaffe in einer Stunde um die 40 bis 50 Seiten, und wenn ich nach einem fast 10 Stunden-Tag nach Hause komme, kann ich froh sein um die 20 Seiten zu schaffen bevor meine Augen vor Müdigkeit zufallen.  Ich habe mir auch neuerdings angewöhnt während des Frühstücks ein paar Seiten zu lesen, denn sonst würden sicher einige Tage vergehen, in denen ich nicht ein einziges Buch angefasst hätte.

Ok ich werde wohl das Beste daraus machen müssen. Na wenn es nicht vier Bücher werden, dann vielleicht aber drei, ist doch auch was, oder?
Gestern hat mir meine Schwester ihr gewonnenes Exemplar von Eowyn Ivey "Das Schneemädchen" mitgebracht. Ein druckfrisches Exemplar und noch eingeschweißt. Es hat sogar ein Lesebändchen, habe ich gesehen. Aber es muss wohl bis Oktober warten.


Montag, 10. September 2012

Gisela Stelly - Goldmacher


Verlag: Arche Verlag
Autor: Gisela Stelly
Ausgabe: Hardcover
ISBN: 978-3-7160-2677-9
Preis: 24,95
Bewertung: 4/5

Inhalt:
1924: Ein Jahr nach der Großen Inflation kommen Franz und Anton zur Welt, der eine in München, der andere nahe Hannover. In dieser Zeit, in der die Verheißung, die Wunden des Ersten Weltkriegs durch ein Wunder zu heilen, auf einen immer fruchtbareren Boden fällt, werden ihre Familien schicksalhaft durch einen veritablen Goldmacher verbunden. Franz, Sohn eines Bankiers, wächst im Dunstkreis vom Wunderglauben und Okkultismus des Dritten Reichs auf, während Anton, Sohn eines Papierfabrikanten, durch den Bankrott des Vaters infolge des Goldmacherbetrugs von der Mutter lernt, im Wunderglauben die Werke des Teufels zu erkennen. In kindlichem Allmachtsgefühl schwört Anton, Franz durch die Wahrheit zu vernichten. In der Hitlerjugend treffen sie aufeinander, der aufklärungsbesessene Bücherwurm Anton Bluhm und der wettkämpferische Wunderweltenbauer Franz Münzer. Es ist der Beginn einer lebenslangen Freundschaft voller Ambivalenzen und Rivalitäten, voll von Liebesbegehren und familiären Brüchen und Aufbrüchen in Zeiten der Beschleunigung und der Lust auf Leben.
(Quelle: Amazon.de)

Autorin:
Die Schriftstellerin, Filmerin und Autorin Gisela Stelly ist im Berlin der fünfziger und sechziger Jahre aufgewachsen, hat Anfang der siebziger Jahre für Die Zeit (Redaktion Modernes Leben) geschrieben, in den siebziger und achtziger Jahren Dokumentar- und Spielfilme gedreht (Drehbuch und Regie), Anfang der neunziger Jahre ihren ersten Roman veröffentlicht und war von 1972 bis 1992 mit Rudolf Augstein verheiratet. Gisela Stelly Augstein lebt in Hamburg und in Berlin.
© André Rival

Meine Meinung:
Das Buch von Gisela Stelly empfand ich eher als Erzählung als einen Roman. Die Jahre zwischen 1924 und 2001 werden im Zeitraffer erzählt, manchmal etwas zu schnell, meiner Meinung nach.
Es geht um Anton Bluhm und Franz Münzer, die beide im Jahr 1924 geboren werden. Anton Bluhm ist der erste Sohn nach vier Töchtern des Papierfabrikanten Johann Blum und seiner Frau Katharina aus Hannover. Und Franz Münzer ist der erstgeborene von Hubert und Alexandra Münzer aus München. Hubert Münzer will ganz nach oben und beginnt mit dem General ein dubioses Geschäft, welches industriell hergestelltes Gold vorgaukelt. Johann Blum, der expandieren möchte, sieht in diesem Geschäft seine Chance und zeichnet für eine beträchtliche Summe Anteilsscheine. Dadurch verliert er seine Papierfabrik und stürzt seine Familie in die Armut. Wohingegen Hubert Münzer immer reicher wird.
Zum ersten Mal begegnen sich die beiden Jungs im Alter von 10 Jahren, als Anton mit seinem Vater den Amselhof am Starnberger See verlässt und Franz gerade mit dem neuen Auto des Vaters ankommt, aber nur Franz sieht Anton. Ein paar Jahre später, sind beide Jungs in der Hitlerjugend und treffen aufeinander bei der Erntearbeit. Von da an beginnt eine richtige und langanhaltende Freundschaft zwischen den beiden.
Von hier an begleitet der Leser die jeweiligen Leben von Anton und Franz, wie beide ihren Weg gehen, eine Familie gründen ihre Träume verwirklichen und und und …
Wie in jeder Freundschaft haben auch Anton und Franz ihre ganz eigenen Höhen und Tiefen, aber schlussendlich kann sich jeder auf den anderen verlassen, wenn einer der beiden den anderen braucht.
Der Schreibstil ist einfach gehalten und angenehm zu lesen. Der Roman ist in vier große Kapitel, welche sich auf einen Abschnitt von 21 Jahren beziehen, aufgeteilt. Diese sind wiederrum in Unterkapitel aufgeteilt. Ich hätte mir gewünscht, wenn diese Unterkapitel nicht nur aus einer Zahl bestünden, sondern vielleicht auch eine Jahreszahl enthalten hätten. Es war schon etwas schwierig zu wissen in welchem Jahr man sich jetzt befand. Desöfteren musste ich die Zeittafel nutzen, die sich auf den Innenseiten der Buchdeckel befindet, um ungefähr zu wissen wo man sich jetzt befand.

Fazit:
Alles in allem hat mir der Roman von Gisela Stelly gut gefallen. Was mir gut gefallen hat, ist, dass geschichtliche Ereignisse Deutschlands in diesen Roman mit eingebunden waren, dadurch ist die Geschichte authentischer, meiner Meinung nach.

Das Buch kann ich allen empfehlen, die gerne die realistische Geschichte Deutschlands geschickt eingewoben in eine fiktive Story um eine lebenslange Freundschaft zweier Männer lesen möchten.

Dienstag, 4. September 2012

Wieder Zuwachs für mein Regal

Am Freitag kam meine zweite Arvelle-Bestellung an. Darüber habe ich mich riesig gefreut, da die Bücher mit nur drei Sternen für den Zustand bewertet wurden, aber überraschenderweise sind alle drei in einem Top Zustand.
Hier die "Neuen":

  • "Die Monster von Templeton" von Lauren Groff
  • "Sarahs Schlüssel" von Tatiana de Rosnay
  • "Tage wie diese" von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle

Alle drei hatte ich schon eine Weile auf meiner Wunschliste. Somit steigt mein aktueller SUB auf 58 Bücher. Leider habe ich im Moment so gar keine Zeit zum Lesen, was mich schon etwas ärgert. Es ist zwar schön Arbeit zu haben und es macht ja auch Spaß, aber schön ist es dennoch nicht, wenn die Freizeit darunter leidet. Ich hoffe nur, dass es in absehbarer Zeit wieder mehr Zeit zm Lesen geben wird.

Dann habe ich noch eine gute Nachricht.
Meine Schwester, die auch bei Vorablesen ist, hat ein Vorabexemplar von "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey gewonnen. Ich hätte ja selbst gern mitgemacht, aber ich habe noch zwei Bücher, die ich noch rezensieren muss. Jetzt kann ich es aber trotzdem vorablesen.
Hier findet ihr das Buch auf der Verlagsseite Rowohlt. Eine Leseprobe zum Buch gibt es da auch.
Es gibt auch ein schönes Video dazu, aber ich weiß gar nicht wie ich das hier einbinden kann...
... ich versuch's mal.
Hach... es hat geklappt.
Man lernt doch nie aus!
So es ist schon spät und ich muss morgen früh raus.